Grazer Vorgärten - Juwele der Gründerzeit

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts - der Gründerzeit - wurden in den damals ländlich geprägten Vororten Geidorf, Jakomini und St. Leonhard nach einem Gestaltungskonzept bei der Errichtung von Wohnhäusern VORGÄRTEN als Bindeglied zwischen Haus und öffentlichem Raum angelegt.
Schmiedeeiserne Zäune und Zierpflanzen wie Flieder, Rosen und Hortensien zählten zu den wesentlichen Merkmalen dieser "Visitenkarte der Hausbesitzer".
Vorgärten besitzen einen historischen, kulturellen und ästhetischen Wert (außerdem einen Schutz seit 2008 nach dem Grazer Altstadterhaltungsgesetz) und erfüllen auch eine nicht unwesentliche ökologische Funktion.

Gertraud Prügger, ehem. Vorsitzende des Naturschutzbundes, begleitet uns regelmäßig zu den schönsten Vor-Gärten des Grätzels und immer wieder ist was Neues dabei.

Wir freuen uns mit ihr, dass nun endlich die interessante und aufwändige Vorgarten-Studie durch die Stadt Graz zugänglich gemacht wurde: https://issuu.com/stadtgraz/docs/vorgarten_studie

Jeder einzelne Grazer Vorgarten wurde registriert und fotografiert!

Im Kulturjahr 2020 wurden die Vorgärten an der Schnittstelle so unterschiedlicher Fachgebiete wie Architektur und Städtebau, Stadtökologie und Biodiversitätsforschung, Umweltpädagogik und Gesundheitsvorsorge erneut thematisiert. Unter aktiver Einbeziehung der StadtbewohnerInnen, deren persönliches Lebensumfeld von Vorgärten mitbestimmt ist, wurden neue Impulse für den gegenwärtigen und zukünftigen Umgang mit den Vorgärten in Graz gesetzt.

Zur genaueren Erkundung der unterschiedlich gestalteten und genutzten Vorgärten wurde vom NaturErlebnisPark eine Geländespiel-App für Kinder und Eltern entwickelt. Interessierte können sich direkt an den NaturErlebnisPark - Science Education Center in der Paulustorgasse 19 wenden.

(Vorgärten in Graz - Ergebnisbericht – Ein Projekt im Rahmen von Graz Kulturjahr 2020 – ÖKOTEAM, Institut für Tierökologie und Naturraumplanung, Brunner, Holzinger, Komposch OG).Kulturjahr 2020_Vorgärten_Bericht_ohne Anhang_ÖKOTEAM.pdf